Gonorrhoe (Tripper)


Gonorrhoe wird in der Umgangssprache auch als Tripper bezeichnet und ist weltweit eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie wird durch das Bakterium Neisseria gonorrhoeae ausgelöst.

Wie wird Gonorrhoe übertragen
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr (oral, vaginal, anal)
  • Bei der Geburt von der Mutter auf das Kind
Was sind Symptome und Auswirkungen

2 bis 7 Tage nach einer Ansteckung

  • Beim Mann Rötung und Schwellung an der Harnröhrenmündung
  • Schmerzen beim Urinieren und eitriger Ausfluss
  • Bei der Frau vermehrter Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlösen
  • Je nach Sexualpraktik Schmerzen im Analbereich, Mund- oder Rachenraum (Rötung und Reizung)
  • Unregelmässige Blutungen ausserhalb der Menstruation

Frauen haben oft wenige oder mildere Beschwerden. Bei homosexuellen und bisexuellen Männern, bei Personen mit mehreren Geschlechtspartnern und im Bereich der Prostitution kommt die Krankheit häufiger vor.

Wie wird Gonorrhoe behandelt?

Heilbar mit Antibiotika

 

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Mögliche Folgen?

Unbehandelt kann Gonorrhoe bei Männern und Frauen zu Unfruchtbarkeit führen. Seltenere Komplikationen sind Entzündungen an Gelenken, Haut, Herz und Bindehaut.

Wie wird auf Gonorrhoe getestet?

Durch einen Abstrich der Schleimhaut, Urintest, Bluttest

  • Bei einer positiven Diagnose müssen alle Sexualparter untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.
  • Schwangere mit einem erhöhten Infektionsrisiko sollten vor der Geburt untersucht und allenfalls behandelt werden.
  • Neugeborene von infizierten Müttern erhalten prophylaktisch bakterienabtötende Augentropfen.
Wie kann eine Infektion verhindert werden?

Kondome und das konsequente Einhalten der Safer Sex-Regeln verringern das Risiko, sich mit dem Tripper zu infizieren.

  1. Eindringen immer mit Gummi
  2. Sperma und Blut nicht in den Mund
  3. Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt.

Eine Infektion kann trotzdem erfolgen. Bei mehr als 5 Sexualpartnern pro Jahr sollte man sich einmal im Jahr auf sexuell übertragbare Infektionen untersuchen lassen.

 

 

 


Statistik 2016

1’995 Neuinfektionen;

davon 80% bei Männern (32% homosexuell)

Tendenz steigend