Syphilis (Lues)


Was ist Syphilis?

Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion, die chronisch verlaufen kann. Sie wird durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst. Rechtzeitig behandelt kann Syphilis geheilt werden.

Wie wird Syphilis übertragen?

Syphilis kann durch ungeschützten Sex (anal, oral, vaginal) übertragen werden, aber auch durch Küssen, Blut und Geschwürkontakt an jeder Hautstelle. Hochinfektiös sind Patienten mit Syphilis im Stadium I, infektiös im Stadium II. Im Stadium III besteht trotz schwerwiegender Krankheitserscheinungen keine Infektiosität mehr.

Krankheitsbilder

Primäre Syphilis: Schmerzlose geschwürige Hautveränderung wie z.B. rote Flecken und Knoten an der Eintrittspforte (Penis, Anus, Scheide, Rachen oder andere Körperstellen) oder Lymphknotenschwellung in der Zeit von 5 bis 21 Tagen nach der Ansteckung. Die Symptome des ersten Stadims können unentdeckt bleiben und verschwinden in der Regel auch ohne Behandlung nach 4 bis 6 Wochen wieder. Die Krankheit und deren Übertragbarkeit bleiben aber bestehen!

Sekundäre Syphilis: Schliesst sich mehr oder weniger an das erste Stadium an und ist durch einen meist nicht juckenden Hautausschlag charakterisiert, der sehr unterschiedlich sein kann. Dieser verschwindet ebenfalls ohne Behandlung.

Teritäre Syphilis: Dieses Stadium kann zur bleibenden Schädigung von Herz, Gerhirn, Knochen, Haut und anderen Organen führen. Im Fall einer Neurosyphilis im Tertiärstadium kommt es zu fortschreitendem Abbau von Nervengewebe im Gehirn oder Rückenmark. Mögliche Folgen im Gehirn sind Wesensveränderungen bis hin zur Demenz.

 

 

 

Latente Syphilis: Nach einer Infektion folgt eine monate- bis jahrelange Phase, in der die Krankheit fortschreitet, ohne dass Symptome auftreten. Sie führt insbesondere zu Schädigungen des Nervensystems. Dieses Latenzstadium wird unterteilt in ein frühes (weniger als 1 Jahr) und ein spätes Latenzstadium (mehr als 1 Jahr). Personen im frühen Latenzstadium können noch sporadisch auftretende Läsionen von Haut und Schleimhaut aufweisen und sind dadurch potenziell noch ansteckender.

Kongenitale Syphilis: Eine angeborene Syphilis kann Missbildungen und andere schwere Probleme – beispielsweise Entzündungen oder Blindheit – beim Kind hervorrufen.

Wie wird getestet?

Syphilis wird über einen Abstrich der Schleimhaut oder über das Blut getestet.

Wie wird Syphilis behandelt?

Mit Antibiotika. Wenn die Infektion rechtzeitig erkannt wird, ist sie heilbar.

Wie kann eine Infektion verhindert werden?

Personen mit mehreren wechselnden Sexualpartnern, im Bereich der Prostituion und vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben, besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Konsequentes Einhalten der Safer Sex Regeln ist ganz wichtig:

  1. Eindringen immer mit Gummi
  2. Sperma und Blut nicht in den Mund
  3. Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt

 


Zahlen

Ansteckung in der Schweiz:

1’048 Fälle im 2016;

davon 89% Männer (57% homosexuell)

Tendenz steigend

 

Zusatzinfos